Am 22. April 2001 habe ich beim 16. Hansplast-Marathon Hamburg teilgenommen. Es hat mir sehr gut dort gefallen und es war mein schnellster Marathon bisher. Hier ein kleiner Erlebnisbericht, der ursprünglich als E-Mail geschrieben wurde.
Am Freitag bin ich nach Hamburg gefahren, was auch problemlos geklappt hat. Dann wollte ich eigentlich gleich ins Hotel, aber die S-Bahn hat mich ausgetrickst und so bin ich zuerst zur Messe und hab' dort meine Laufunterlagen (Startnummer, Infos) abgeholt.
Anschließend bin ich dann ins Hotel. Das Zimmer (1-Stern, 1 Bett, Waschbecken, TV, DM 50, direkt auf der Reeperbahn) war sauber und voll in Ordnung.
Cool ist, dass die Geschäfte auf/bei der Reeperbahn samstags bis 22 Uhr od. noch länger geöffnet haben. Auch "Tante-Emma-Läden". Und das Wetter war auch absolut genial. Okay, es war gestern/vorgestern etwas windig aber außer kurz ein paar Tropfen Regen am Samstag blieb alles trocken und heute war's wirklich genial. Soll sogar noch besser werden die nächsten Tage. 13, 17, 19 Grad. Ein Ulmer, den ich heute auf dem Weg zum Marathon getroffen habe, meint, dass es bei Ihnen/Euch geschneit hat. Brrrrrrr. In Frankfurt fängt der rote Flieder bereits an zu blühen. :-)
Am besten hat mir das Schanzenviertel in Hamburg gefallen. Ist alternativ dort und es gibt welt-bestes Thai-Essen. So war ich dann dreimal beim "Bok" und hab' Gemüsesuppe, Nudeln mit Gemüse und auch gebackenen Fisch (mit Gemüse) gegessen. Die Curry-Soße war einfach genial.
Zum Marathon bin ich heute dann zu Fuß hin und zurück! In Hamburg liegt alles sehr zentral. Aber wir sind natürlich auch viel S-/U-Bahn gefahren (Fahrkarte für drei Tage war bei der Marathonanmeldung mit dabei).
Wie gesagt, das Wetter war genial. Es war sonnig und warm und der Wind hielt sich in Grenzen. Es wurde dann auch mehrere neue Streckenrekorde für Hamburg aufgestellt. In 2:07:46 kam der erste, zwei Sekunden später der zweitschnellste Läufer ins Ziel.
Ich hatte am "Race your Pace"-Programm von Runner's World zur Unterstützung der Phönix-Stiftung teilgenommen. Die stellten dann Zielläufer, die eine bestimmte Zeit vorgaben (2.59.59, 3.30.00, 3.45.00 ...). Da ich in Frankfurt 3.13.40 gelaufen bin, wär ich am liebsten mit einem 3.15 "Hase" gelaufen. Aber leider gab's das nicht. Deshalb hatte ich mich für 2.59.59 angemeldet und auch trainiert.
Ich bin einiges hinter den 2.59.59 Zielläufern gestartet und ging es ziemlich locker an. Zunächst wollte ich aufschließen, damit ich sie nicht mehr verliere und mich auch nicht um meine Zeit kümmern musste. Die ersten Kilometermarkierungen habe ich ohnehin nicht gesehen, da das Feld noch ziemlich dicht war. Mein Puls war überraschend gering (eigentlich fast immer unter 155) und es lief wirklich prima. Lag sicher am Wetter und Super-Publikum. Die Stimmung war einfach genial!
Die ersten 30 Kilometer waren ziemlich locker. Aber du weißt ja, der Marathon beginnt erst bei Kilometer 30, 35 oder 37 -- je nachdem, wen du fragst. Aber ich bin einfach an den Zielläufern dran geblieben und außer an den Oberschenkeln hab' ich die Anstrengung nicht einmal so sehr gespürt.
Nach 41 Min 49 Sekunden (00:41:49) war ich bereits bei Kilometer 10 und nach weiteren 00:42:13 bei Kilometer 20. Die Halbmarathonmarke hatte ich nach 01:28:40 passiert. Für Kilometer 20 bis 30 brauchte ich 00:42:05 und auch die nächsten 10 Kilometer habe ich in ordentlichen 00:43:20 geschafft.
Insgesamt habe ich mein höchstes Ziel erreicht und bin in unter 2:59:59 ins Ziel eingelaufen. Meine Nettozeit betrug: 02:59:02.
Und das beste: Nicht eine Blase am meinen Füßen. Und ich fühlte mich während des Laufs und vor allem auch danach fitter als beim Frankfurt-Marathon. Vielleicht lag's auch am Freibier, das es im Zielbereich gab. ;-)
Zum Glück bleibt Karsten ja noch zwei Tage in HH, so konnte ich dann gegen 13.30 Uhr bei ihm duschen. Anschließend sind wir zum Hauptbahnhof, haben mein Gepäck deponiert und sind dann noch etwas in die Stadt und dann doch noch ins Schanzenviertel und haben noch 'nen Kaffee und nach einigem Suchen auch wieder das köstliche Thai-Essen genossen.
Mein Timing war knapp kalkuliert, aber zum Glück hat alles geklappt und ich hab' meinen Zug noch erreicht.
26. Juli 2002
Martin Schrode <webmaster @ schrode . net>
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